Falsche Verkehrswertfestsetzung im Zwangsversteigerungsverfahren beim Amtsgericht Husum

Durch das von dem Amtsgericht Husum wurde am 30.05.2018 die Hofanlage des Landwirtes Jens-Thomas Jensen, Goldebek zwangsversteigert.

In diesem Beitrag möchten wir auf die Verkehrsfestsetzung einer Pultdachhalle eingehen, die vom Amtsgericht, mit einem festgesetzten Verkehrswert von NULL Euro, am 30.05.2018 in den Besitz der Landgesellschaft Schleswig-Holstein überging.

Amtsgericht-Husum-Falsche-Verkehrswertfestsetzung

Amtsgericht Husum: Verkehrswertfestsetzung im Zwangsversteigerungsverfahren mit NULL Euro

Irreführende Angaben der Rechtspflegerin zu den Eigentumsverhältnissen

Das Verkehrswertguten bzw. die Angaben der Rechtspflegerin im Versteigerungstermin, enthalten zudem irreführende Angaben über die Eigentumsverhältnisse. Mithin gibt die Rechtspflegerin im Versteigerungstermin an:

Zitat: Rechtspflegerin Amtsgericht Husum:

Es bestehen bezüglich der Photovoltaikanlagen und der Windkraftanlagen Nutzungsverträge, die den Charakter von Pachtverträgen haben könnten.

Verkehrswertfestsetzung durch Sachverständigen im Zwangsversteigerungsverfahren von Jens-Thomas Jensen, Goldebek

Auszug aus dem Verkehrswertgutachten

Hieraus kann man entnehmen, dass der Sachverständige für 3 Photovoltaikanlagen (I bis III), einen Verkehrswert von 513.000 € festgelegt hatte. 

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Der Insolvenzverwalter und das Amtsgericht Husum sind sich offensichtlich einig ?


Am 24.07.2020, wurde der vom Amtsgericht zwischenzeitlich eingesetzte Insolvenzverwalter Dr. Tobias Brinkmann, über den Vorgang von Jens-Thomas Jensen, über diese irreführenden Angaben der Rechtspflegerin, mit Fristsetzung zur Stellungnahme informiert. Leider ohne Erfolg. Der Insolvenzverwalter reagierte bis heute nicht.
E-Mail vom 24.07.2020 an die Kanzlei Brinkmann und Partner 
Betreff:  Falsche Angaben der Rechtspflegerin im Versteigerungstermin vom 30.05.2018

Priorität: Hoch

Sehr geehrter Herr Dr. Tobias Brinkmann

In der Anlage übersende ich Ihnen den Beschluss des Landgericht vom 17.10.2019, welcher Ihnen vorliegen müsste. Danach wurde durch die Rechtspflegerin im Termin am 30.05.2018 angegeben, dass bzgl. der Photovoltaikanlagen Nutzungsverträge, die den Charakter von Pachtverträgen hätten, bestünden.

Diese Aussage ist belegbar falsch. Die PV-Anlagen standen in unserem Eigentum.

Dies muss zur Folge haben, dass die Zwangsversteigerung und der damit verbundene Zuschlag aufgehoben werden muss.

Auszug aus dem Beschluss vom Landgericht vom 17.10.2019

Amtsgericht Husum Auszug Beschluss Landgericht Flensburg

In der Annahme das die Rechtspflegerin die Aussage im Versteigerungstermin nach Informationen durch den Vorstand der VR Bank Nord getätigt wurden, besteht gegen den Vorstand der VR Bank Nord eG., der begründete Verdacht einer Straftat nach § 263 StGB / § 266 StGB.

Da Sie bereits am 11.09.2019 durch die Richterin Ludwig als starker, vorläufiger Verwalter eingesetzt wurden, hätte Ihnen dieser schwerwiegende und nicht heilbare Fehler auffallen müssen.

Ich fordere Sie hiermit auf, die Zwangsversteigerungsowie den erteilten Zuschlag an die Landgesellschaft Schleswig-Holstein mit sofortiger Wirkung anzufechten.

Bei Nichtbeachtung Ihrerseits behalte ich mir rechtliche Schritte gegen Sie vor.

Ich erwarte eine sofortige Stellungnahme, spätestens bis 27.07.2020 10.00 Uhr, aufgrund der Dringlichkeit wegen Räumung am 31.07.2020

Mit freundlichen Grüßen

Jens-Thomas Jensen

Was bedeutet das für die Praxis, wenn unwahre Angaben der Rechtspflegerin, zu einem Schleuderpreis des “Schuldnereigentums” führen und alle sich wegdrehen, als wenn es sie überhaupt nicht angeht?
Zeit, dass sich an diesem unerträglichen Zuständen etwas ändert. In einem “Rechtstaat” sollten solche Abhandlungen von der Justiz nicht toleriert werden.
Nur Öffentlichkeitsarbeit hilft. Danke fürs teilen !!!