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Kreditkündigung – was jetzt ?2021-01-31T17:21:17+00:00

Ihnen wurde der Kredit gekündigt und Sie wissen nicht wie es weitergehen soll?

Kreditnehmer reagieren oft geschockt, wenn ihnen eine Kreditkündigung von der Bank ins Haus flattert. Obwohl eine Kündigung, relativ schnell gehen kann, verstehen die Kreditnehmer oft nicht ob hier alles mit rechten Dingen zugeht. Um es in der Kürze auf den Punkt zu bringen: Ist der Kreditnehmer z.B. bei einem Darlehen mit 2 Ratenzahlungen und 10% der Darlehenssumme in Verzug, dann ist die Bank berechtigt eine Kündigung auszusprechen. Für die Bank reicht es aus, dass sie mit einer drohenden Verschlechterung, was mit dem Ausbleiben von 2 Darlehensraten gegeben ist, rechnen kann. Es muss also nicht erst eine Verschlechterung der Vermögensverhältnisse des Kreditnehmers eingetreten sein um eine Kreditkündigung durch die Bank, auszulösen.

Was erwartet mich bei einer „fristlosen“ Kreditkündigung?

Eine fristlose Kündigung ist für den Kreditnehmer gleich aus mehreren Gesichtspunkten heraus problematisch. Durch die damit verbundene, eingetretene negative Bonität stellen sich für den Kreditnehmer einer Folge von Nachteilen ein, die für eine lange Zeit an ihm haften. Grundsätzlich ist mit jeder Kündigung ein Negativ-Eintrag bei der SCHUFA verbunden, was sich nicht nur negativ auf künftige Kreditanfragen zeigt, sondern auch beim Bezahlen von Rechnungen, dem Abschluss von Verträgen.

Tipp: Ein negativer Eintrag bei der SCHUFA sollte in jedem Fall vermieden werden. Bei finanziellen Schwierigkeiten sollte der Darlehensnehmer unbedingt das Gespräch mit seinem Darlehensgeber aufsuchen, noch bevor eine Kündigung ausgesprochen wird.

Welche Möglichkeiten habe ich, wenn mir die Kreditkündigung schon schwarz auf weiß vorliegt?

Wurde die Kreditkündigung durch den Kreditgeber bereits ausgesprochen, sollten Sie versuchen den drohenden Schaden abzuwenden. Dazu gehört auch eine Prüfung, ob die Kreditkündigung durch ihre Bank überhaupt zulässig ist und rechtlichen Bestand hat.

Das Wichtigste was Sie als Kunde bei einer Kreditkündigung wissen sollten!

Zu einer Kündigung bei Kreditverträgen kommt es:

  • Wenn der Darlehensnehmer mit der Rückzahlung seines Kredites in Verzug ist.
  • Sich die Vermögensverhältnisse des Kreditnehmers verschlechtern.
  • Sich der Wert der als Sicherheit hinterlegten Immobilien objektiv verschlechtern.
  • Die Rückzahlung des Darlehens durch Verschlechterung der Vermögensverhältnisse gefährdet ist oder der Kreditnehmer die Zahlungen einstellt.

Der Kreditgeber, was in den meisten Fällen die Bank als Finanzierungspartner ist, darf einen Kreditvertrag nur dann kündigen, wenn dafür wichtige Gründe vorliegen. Es gibt also im Gegensatz zu anderen Vertragsarten bei einem Kreditvertrag keine Kündigung ohne wichtigen Grund. Der Gesetzgeber regelt dies in §490 u. §498 des Bürgerlichen Gesetzbuches (kurz: BGB). Fehlen diese wichtigen Gründe, dann ist die Kündigung nicht gültig und das Darlehen / der Kredit läuft unverändert weiter. Gerade wegen den weitreichenden Folgen für den Kreditnehmer sollte die Kündigung überprüft werden.

Die Voraussetzungen für eine wirksame Kündigung ist unter anderem auch, dass die Bank dem Darlehensnehmer eine ausreichende Zeit einräumt, den rückständigen Betrag zu zahlen. Fehlt diese Frist ist die Kündigung nicht wirksam.

  • 498 Gesamtfertigstellung bei Teilzahlungsdarlehen

Nach §498 Abs. (1)2. kann der Darlehensgeber das Darlehen nur dann kündigen, wenn er dem Darlehensnehmer erfolglos eine zweiwöchige Frist des zur Zahlung des rückständigen Betrages gesetzt hat.

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