Zinsberechnungen Sparkassen

Falsche Zinsberechnung: Kunden können zu viel gezahlte Zinsen zurück fordern


Aktuell gehen Verbraucherzentralen wegen falschen Zinsberechnungen, vermehrt auf Sparkassen los, die mit ungültigen Klauseln, viele Sparverträge und Prämiensparverträge fehlerhaft abgerechnet haben sollen.

Sparkasse Leipzig berechnet vielfach Zinsen falsch


Das Oberlandesgericht Dresden hat in einem der ersten Musterfeststellungsverfahren geurteilt, dass die Sparkasse Leipzig ihren Kunden bei Prämiensparverträgen über Jahrzehnte die Zinsen falsch berechnet hat. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Sachsen im Namen von rund 950 Verbrauchern (Az. 5 MK 1/19).

Das Gericht kommt zu dem Schluss, dass die Zinsanpassungsklausel der Sparkasse unwirksam ist. Strittig war auch, wann Ansprüche der Kunden verjähren. Das Gericht urteilte nun im Sinne der Kunden: Demnach beginnt die Verjährung erst mit der Beendigung des Sparvertrages – also der Auszahlung. Die Neuberechnung der Zinsen könnte daher bis ins Jahr 1994 zurückgehen. Die Sparkasse Leipzig ging aber inzwischen in Revision vor den Bundesgerichtshof.

Die Verbraucherzentrale freute sich über den Etappensieg. Mehrere solcher Verfahren gegen andere sächsische Sparkassen sind noch anhängig. Wenn Sie in einen solchen Sparvertrag eingezahlt haben, haben Sie möglicherweise Anspruch auf Tausende Euro an Zinsnachzahlung.

Wird das Urteil rechtskräftig, können die Kunden der Sparkasse Leipzig ihre Zinsen mit dem Urteil im Rücken neu berechnen lassen. Wie genau gerechnet werden muss, regelt das Urteil leider nicht. Auch das könnte in der anstehenden Revision konkretisiert werden.

Bundesweit haben über 100 Banken und Sparkassen vergleichbare Sparverträge mit variablen Zinsen abgeschlossen und dabei die Zinsen nach Gutsherrenart berechnet. Der Bundesgerichtshof hat dieses Verfahren für unwirksam erklärt. Verbraucherzentralen und Anwälte helfen bei der Durchsetzung der Kundenrechte.

Ungültige Zinsanpassungsklauseln betreffen nicht nur Sparverträge

Nicht nur Sparverträge sind von ungültigen Klauseln betroffen. Auch bei variablen Kreditverträgen halten sich die Bankenhäuser nicht an die gesetzlichen Vorgaben und rechnen in 80% der uns bekannten Fälle, einseitig und fehlerhaft ab. Falsche Zinsberechnungen sorgen damit gerade bei Unternehmern dafür, dass teilweise bis zu mehreren hunderttausend Euro, zu viel an Dispozinsen zahlen werden, wenn die Kontoüberziehen genutzt werden muss. Experten gehen von Schäden in Milliardenhöhe aus:

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Von |2021-02-26T15:53:44+00:00Februar 26th, 2021|Abrechnungsfehler von Banken, Zinsanpassungen|0 Kommentare

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